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19:14 Bei der Gründungsversammlung am Samstag, den 28. August 2010, der Jusos Broich wurde Lars Knappe zum Vorsitzenden gewählt. Zu Beisitzenden wurden Patrick Pelster und Patrick Schultz gewählt. Mit beratender Funktion unterstützt Cem Aydemir die neu gegründete Arbeitsgemeinschaft.
Im Februar des Jahres hatte der Vorstand der Jusos Mülheim an der Ruhr sich das Ziel gesetzt, die Arbeit der Jusos in den einzelnen Stadtteilen zu fördern. Ziel des Neugegründetenen Ortsverins in Broich ist es Politik für Jugendliche interessanter zugestalten und sie mit in politische Handlungsfelder einzubeziehen. (LK)
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15:49 Seit dem Siegeszug des Internets ist die Welt ja angeblich kleiner geworden — übersichtlicher aber offenbar nicht, wie drei aktuelle Geographie-Fehler verschiedenster Medien beweisen:
Stürmer Dimitar Rangelov (27) steht zwar im 18-er Aufgebot, doch auch seine Tage in Dortmund sind gezählt. BILD erfuhr: Dem Rumänien wurde ebenfalls vom BVB nahe gelegt, sich ausleihen zu lassen. Angeblich soll Freiburg Interesse haben…
Mal davon ab, dass Dimitar Rangelov natürlich nicht ganz "Rumänien" ist, ist er auch nicht Rumäne, sondern Bulgare.
* * *
Das mit "Slowenien" beschriftete Land ist die Slowakei — und in deren Hauptstadt Bratislava fand auch der besagte Amoklauf statt.
* * *Im westafrikanischen Benin wurden Tausende Menschen finanziell ruiniert, weil sie einem windigen Finanzunternehmen Glauben schenkten. (…) In der Hauptstadt Cotonou spielen sich seit Tagen ergreifende Szenen ab.
Die Hauptstadt Benins heißt Porto Novo, Cotonou ist der Regierungssitz.
Mit Dank an Jan Sch., Simon B., Sebastian und Gregor K.
Nachtrag, 16.24 Uhr: Bei ksta.de heißt die Slowakei jetzt auch "Slowakei".
2. Nachtrag, 21.01 Uhr: In der Zwischenzeit hat auch tagesschau.de Cotonou zum Regierungssitz ernannt.
15:18 Eine Woche, nachdem der "Spiegel" einen Vorabdruck des neuen Buchs von Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin veröffentlicht hatte ("Bild" hatte im Laufe der Woche das gleiche getan), wurde das Buch heute endlich offiziell vorgestellt — begleitet von Livetickern auf "Spiegel Online" und Bild.de.
Auch sonst geben sich die Medien viel Mühe, die von ihnen selbst entfachte Kontroverse um den früheren Berliner Finanzsenator umfangreich auszuschlachten abzudecken: "Spiegel Online" hat da zum Beispiel eine Bildergalerie vorbereitet, die die Proteste gegen Sarrazin bei dessen Buchpräsentation zeigt.
Demonstrant in Berlin: Begleitet von einem Polizeiaufgebot machten einige Bürger ihrem Ärger Luft.
stand da erst, dann:
Demonstrant in Berlin: Begleitet von einem Polizeiaufgebot machten die Bürger ihrem Ärger Luft. Unterstützt wurde die Veranstaltung von Politikern der SPD, der Grünen, der Linken sowie Gewerkschaftsvertretern.
Das wäre gar nicht weiter erwähnenswert — wenn, ja wenn das dazugehörige Foto nicht etwas ganz anderes zeigte:

Nicht nur, dass der Demonstrant sich offensichtlich bei Sarrazin bedankt — er hat auch gleich noch die Webadresse der islamophoben Hassseite "Politically Incorrect" auf sein Schild gekritzelt.
Inzwischen hat "Spiegel Online" offenbar bemerkt, was für Inhalte da (wieder mal) unbesehen in eine Bildergalerie gerutscht waren, und hat das Foto durch ein ganz anderes ersetzt.
Mit Dank an Tobias B. und Reemt R.
13:47 Die Sängerin Nadja Benaissa ist in der vergangenen Woche vom Amtsgericht Darmstadt zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe und 300 Stunden Sozialarbeit verurteilt worden, weil sie einen früheren Partner mit dem HI-Virus infiziert hatte.
Oder wie es die österreichische Boulevardzeitung "Österreich" am Freitag auf ihrer Titelseite ausdrückte:

Mit Dank an Gerhard A.
13:02 Die Jusos Mülheim an der Ruhr bedauern den derzeitigen Stillstand bei der Umwandlung der alten Güterbahnstrecke der Rheinischen Eisenbahn in einen Rad- und Wanderweg. Seit der Stilllegung der Trasse im Dezember 2002 ist auf Mülheimer Stadtgebiet von einem Umbau keine Spur. Aufgrund der immer noch nicht stattgefundenen Prüfung der Bahn AG kann die zum Umbau nötige Entwidmung der Strecke nicht erfolgen. Ginge es nach den Jusos Mülheim an der Ruhr, sollte diese Prüfung schnellstmöglich veranlasst werden. „Eine durchgehende Verbindung von Essen nach Mülheim bietet eine attraktive Möglichkeit, völlig unabhängig vom Autoverkehr und kreuzungsfrei vom einen zum anderen Stadtzentrum zu radeln“, erklärt Marius Grosser, Vorsitzender der Jusos Mülheim an der Ruhr.
11:43
8:54 6 vor 9
Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.
1. "Bilanzen, Blödsinn und Bernanke"
(markusgaertner.com)
Wie gehen Finanzjournalisten mit Zahlen um, fragt sich Markus Gärtner: "Wir lassen uns von Ämtern, Investmentbanken und Lobbyorganisationen wie Verbänden mieses Zahlenmaterial andrehen und nehmen es für bare Münze. Wir haben auch keine Zeit, tiefer in dicken Quartals- und Jahresberichten zu graben. Das habe ich erst richtig gemerkt, als ich anfing diesen Blog aufzubauen und Themen zu recherchieren, für die Zeitungen keine Zeit haben."
2. Interview mit Gisela Friedrichsen
(tagesspiegel.de, Thomas Eckert und Joachim Huber)
"Spiegel"-Gerichtsreporterin Gisela Friedrichsen wird gefragt, ob sie bereits in der Rolle der "Kachelmann-Expertin" sei: "Plappern Sie doch nicht so dummes Zeug nach! Sie beleidigen mich! Im Fernsehen gibt es nur 'Experten': Adelsexperten, Terrorismusexperten, Geheimdienstexperten, Gesundheitsexperten, Asienexperten etc. Dass ich nicht lache: Kachelmann-Expertin! Ich kenne diesen Herrn nicht. Ich werde den Prozess gegen ihn beobachten, wie ich tausend andere Prozesse auch beobachtet habe. Über den Fall habe ich bisher einen einzigen kurzen Kommentar geschrieben …"
3. "Für wie blind hält Sky eigentlich den Zuschauer?"
(sportmedienblog.de)
Das Sportmedienblog stellt fest, dass die Bundesligakonferenz "- anders als beworben – gar nicht vollständig in nativem HD ausgestrahlt" wird.
4. "Mächtige Burschen, raue Gesellen"
(sueddeutsche.de, Katharina Riehl)
Katharina Riehl besucht einen Schreiber von Groschenromanen: "Die Welt von Dieter Walter ist eine Wohnung am Stadtrand von Augsburg. Ein kleines Wohnzimmer mit freundlichen Stofftieren, an der Tür hängt ein rotes Stoffherz mit der Aufschrift 'Ich liebe dich', an den Wänden Fotos von ihm und seiner philippinischen Ehefrau."
5. "Probieren statt kopieren"
(fr-online.de, Peer Schader)
Peer Schader porträtiert die Firma Brainpool aus Köln, die hinter Sendungen wie "TV Total", "Unser Star für Oslo" und "Ladykracher" oder Serien wie "Pastewka" oder "Stromberg" steht.
6. "Mathias"
(shripsinn.blogspot.com)
Shrip entdeckt in der "taz" einen Mathias.
7:10 Vor 85 Jahren Befreiungsfeier
auf dem Ebertplatz
Seit dem 30.09.1924 galt Oberhausen – das ist Alt-Oberhausen – bis auf das sogenannte Sanktionsgebiet, Alstaden und Teile von Lirich, als von Besatzungstruppen (Franzosen, Belgier), die am 11. 01.1923 einmarschiert waren, befreit. Am 04.11.1924 kehrte die, zuvor ausgewiesene, Schutzpolizei, nach Oberhausen zurück. Am 07.11.1924 verließen die belgischen Truppen Holten. Am 20.07.1925 verließen die Besatzungstruppen Osterfeld und Sterkrade und 26.07. kehrt ein großer Teil der ausgewiesenen Polizisten nach Osterfeld zurück. Am 05.08.1925 besucht Regierungspräsident Bergmann die befreite Stadt und spricht ihr seine Glückwünsche aus. 2 Tage später besucht auch der Oberpräsident der Rheinprovinz, Fuchs, Oberhausen und spricht der Stadt im Namen der preußischen Landes – und der Reichsregierung den Dank für das treudeutsche, tapfere, Verhalten aus. Im gleichen Monat gründet sich die Ortsgruppe der NSDAP. Am 30.08. versammelt sich eine große Zahl von Oberhausenern auf dem Hindenburgplatz (heute Ebertplatz) vor der Badeanstalt. Die Sterkrader hatten bereits am 25./26.Juli unter Mitwirkung aller Sterkrader Vereine in einer „1000 Jahr-Feier“ der Zugehörigkeit des Rheinlands zum Deutschen Reich gedacht. In einem Gedicht „Sterkrader“ heißt es:
„Deutsch sei das Herz, deutsch unser Singen,
Rheinisches Volk will zum Vaterland stehn!“
An den Folgen der Besatzung (wirtschaftlich und gesundheitlich) trägt die Stadt und ihre Menschen noch lange.
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18:47 Über "Spiegel Online" heißt es häufig, Fehler würden dort schnell und transparent korrigiert.
Schnell ging es offenbar wirklich, den Fehler im Vorspann dieses Artikels zu korrigieren:
Schlecker bleibt unter Druck. 150.000 Datensätze von Online-Kunden der Drogeriekette konnten im Internet abgerufen werden. Die Sicherheitslücke ist zwar inzwischen geschlossen. Doch nun ist öffentlich, dass neben der Allianz und dem Finanzministerium auch der SPD-Vorstand dort einkauft.
Der letzte Satz war, höflich ausgedrückt, Unfug — und deshalb auch nach wenigen Stunden wieder gelöscht.
Richtig ist, was im Artikel steht:
Der für die Panne verantwortliche Online-Dienstleister der Drogeriekette hatte dem Bericht zufolge auch das Finanzministerium, den Versicherungskonzern Allianz, das Bundesverwaltungsgericht und den SPD-Parteivorstand als Kunden.
So steht es auch in dem Artikel in "Bild", auf den sich "Spiegel Online" beruft:
Brisant: Der Online-Dienstleister, bei dem die Schlecker-Daten ungesichert liegen, berät auch Bundesministerien, das Bundesverwaltungsgericht, die Allianz und den SPD-Parteivorstand.
Transparent wurde da allerdings (mal wieder) nichts korrigiert: Der irreführende Satz wurde einfach aus dem Vorspann getilgt und gut war's.
Anderseits ist das immerhin mehr, als beim wortgleichen Artikel auf manager-magazin.de geschehen ist, wo es immer noch heißt:

Mit Dank an Peter A., Alexander S., Markus E. und André H.
Nachtrag, 28. August: Das "Hamburger Abendblatt" schreibt heute in seiner Printausgabe:
Laut "Bild"-Zeitung umfassten die Datensätze Vor- und Nachnamen, Adresse, Geschlecht, E-Mail-Adresse und Kunden-Profil sowie 7,1 Millionen E-Mail-Adressen von Newsletter-Kunden der Drogeriefirma. Zu den Kunden gehörten demnach das Finanzministerium, die Allianz, das Bundesverwaltungsgericht und der SPD-Parteivorstand.
Und tagesschau.de berichtete schon gestern:
Zwar sei der Fehler inzwischen behoben, sagte ein Sprecher des Unternehmens. Bekannt ist aber nun, wer alles bei Schlecker einkauft. Zum Beispiel das Finanzministerium.
Mit Dank an Jürgen K. und Tobias P.
2. Nachtrag, 29. August: Und der Deutschlandfunk meldete gestern:
Zu den Online-Kunden sollen unter anderem das Finanzministerium, das Bundesverwaltungsgericht und der SPD-Parteivorstand gehören.
17:31 Offener Brief an den Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Landtag NRW
Lieber Reiner,
mit Erstaunen und auch mit Verärgerung haben wir Deine Äußerungen zum früheren Ladenschluss in Nordrhein-Westfalen zur Kenntnis genommen.
Wir möchten Deinen Vorstoß nicht in Gänze kritisieren. Es gibt viele gute Gründe dafür, Öffnungszeiten zu beschränken. Insbesondere der Schutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sei hier genannt.
Da es innerhalb der Grünen Jugend und der Grünen Partei sicherlich unterschiedliche Auffassungen hierzu gibt, kann Dein Vorstoß eine fruchtbare innerparteiliche Debatte entfachen, an der wir uns gerne beteiligen möchten.
Gegenstand unseres Briefes ist Deine Begründung. Die Behauptung, es gäbe ein Problem mit Alkoholverkauf, insbesondere an Jugendliche, wollen wir so nicht stehen lassen.
Alkoholmissbrauch ist ein Problem aller Altersklassen. Sich hier auf Jugendliche zu beschränken, ist pauschalisierend und falsch.
Wir erleben immer wieder Äußerungen aus allen politischen Lagern, die Jugendliche als Problemgruppe abstempeln wollen. Hier sei als Beispiel die immer wieder aufkeimende Killerspiel-Debatte genannt. Die Grüne Jugend und die Grüne Partei haben sich diesen vorschnellen Verurteilungen ganz bewusst nie angeschlossen. Wir sehen Jugendliche als wichtigen Teil unserer Gesellschaft, dem im politischen Diskurs mehr differenzierte Betrachtung zuteil werden muss.
Klar ist, dass Verbote an einigen Stellen nicht zu vermeiden sind. Und hier gibt es ja bereits ausreichende Regelungen. Das Jugendschutzgesetz regelt die Abgabe von Alkohol an Jugendliche sehr strikt. Wir müssen uns also eher die Frage stellen, warum bereits vorhandenes Recht offensichtlich vielerorts nicht greift.
Einschränkungen und Verbote dürfen immer nur der letzte Ausweg sein, da sie ein Problem nicht lösen, sondern nur verdrängen. Wir halten für naiv zu glauben, dass früherer Ladenschluss Jugendliche vom Alkoholmissbrauch abhalten würde. Wer Alkohol möchte, bekommt ihn auch wenn nicht nach 22 Uhr, dann eben früher.
Unser Ansatz war und ist die Prävention. Wer Kinder und Jugendliche zu vernünftigem, maßvollen Umgang mit Alkohol erziehen möchte, muss früh über Gefahren und Risiken aufklären.
Eine Gesellschaft, die ihre Kinder zu selbstbewussten aufgeklärten BürgerInnen erzieht, die begreifen, dass regelmäßiger übermäßiger Alkoholgenuss nicht zur Aufwertung des Egos beiträgt sondern ganz im Gegenteil zu gesellschaftlichem Abstieg und schweren gesundheitlichen Schäden, wird die von Dir beschriebenen Probleme niemals haben.
Eine Gesellschaft jedoch, die immer mehr Verbote ausspricht, hat vor diesen Problemen bereits kapituliert.
Wir hoffen, dass wir Dich mit diesem Brief zum Nachdenken bringen konnten. Gerne möchten wir mit Dir und der gesamten Landtagsfraktion über dieses und auch über andere für Jugendliche relevante Themen intensiver diskutieren. Dazu haben wir ja bereits ein Treffen des Landesvorstands der GRÜNEN JUGEND mit der neuen Fraktion geplant, welches wir bald in die Tat umsetzen sollten.
Bis dahin verbleiben wir mit stacheligen grünen Grüßen,
Dein Landesvorstand der GRÜNEN JUGEND NRW
Marie Dazert
Eike Block
Nora Hippchen
Alexander Ringbeck
Raoul Roßbach
Enno Wiesner
Kerstin Spieker
Sophie Karow
17:11
14:25 Seit der Nationalen Bologna-Konferenz am 17. Mai ist es doch eher still um das Thema Bologna-Prozess geworden. Wäre man gutgläubig, würde man sagen, die Probleme wurden erkannt und gelöst. Mitnichten ist leider der Fall. Den Beweis dafür sehen wir an einem Paradebeispiel Anfang August: An der Universität zu Köln haben gerade einmal ein Drittel der Bachelor-AbsolventInnen der Betriebswirtschaftslehre einen Master-Studienplatz erhalten. Über 600 AbsolventInnen waren nach ca. 800 StudienbeginnerInnen in diesem Jahrgang noch übrig. Die Hochschule hatte dabei oft beschwichtigt und vielen Studierenden z.T. mit überdurchschnittlichen Leistungen einen Master-Studiengang nach dem Bachelor in Aussicht gestellt.
Viele Studierende haben dem vertraut und auf eine Bewerbung an einer anderen Hochschule verzichtet. Die Rechnung der Hochschule konnte aber von vornherein nicht aufgehen: Gerade einmal 215 Master-Studienplätze bot sie überhaupt an, bundesweit 1700 Bewerbungen kamen für diesen Master-Studiengang an diesem Institut an. Das Institut zog daraufhin ein Selektionsverfahren ein, das einzig und allein auf den NC beruht und mit der Note 1,9 das drastischste Beispiel im bundesweiten Vergleich darstellt. Die Folge waren zahlreiche Absagen, auch an AbsolventInnen der eigenen Universität und auch an Studierende mit überdurchschnittlichen Leistungen. Zwar wird zum Teil nun darauf gewettert, die bösen FH-AbsolventInnen – die seit dem Bologna-Prozess einen den Universitäten gleichwertigen Abschluss anbieten, jedoch keine Master-Studienplätze anbieten dürfen – hätten das Problem verursacht und die verfügbaren Plätze übernommen. Bei nur einem Drittel an Master-Studienplätzen für die Zahl der AbsolventInnen ist das aber nichts weiter als ein Scheinargument.
Das Ziel darf nicht sein, andere Studieninteressierte zu diskreditieren. Das Ziel ist ein Master-Studium, das allen offen steht und allen Bachelor-AbsolventInnen eröffnet wird. Bis heute hat die Kultusministerkonferenz nicht öffentliche und verlässliche Zahlen herausgegeben, die zeigen, wie viele Master-Studienplätze im Vergleich zu Bachelor-Studierenden denn bundesweit geschaffen wurden bzw. bereitstehen. Trotzdem behaupten die Kultusminister unentwegt, es stünden ausreichend Master-Studienplätze bereit und würden sogar teils nicht einmal abgerufen. Solange sie das nicht belegen müssen, ist das natürlich eine schöne Behauptung. Das Beispiel in Köln zeigt aber: Die Hochschulen sind auf den Ansturm der geburtenstarken Bachelor-Jahrgänge keinesfalls vorbereitet. Die Politik überlässt die Frage der Autonomie der Hochschulen, ohne ausreichend Mittel bereit zu stellen.
Zwar wurden Mittel für weitere Studienplätze im Hochschulpakt II bereitgestellt, bei der knappen Lage haben die Universitäten aber zunächst dafür verwendet, in ausreichender Form Bachelor-Studienplätze anzubieten. Die Master-Studienplätze hatte davon kaum etwas. Hier sind die Master-Studienplatzangebote oftmals konstant geblieben, was natürlich zu einer Schere zwischen BA- und MA-Angeboten führt.
Die Rechnung bekommen jetzt die Studierenden. Sie haben nun nach dem Bachelor trotz teils sehr guter Noten keine Möglichkeit, einen Master zu machen. Oftmals hat das auch nicht nur karrieretechnische Gründe, der Master-Studiengang soll ja auf eine wissenschaftliche Karriere vorbereiten und ist für eine Promotion zwingend notwendig. Der Sinn eines gestuften Systems sollte ebenfalls nicht sein, eine kleine Elite im Bildungssystem zu etablieren und eine Zwei-Klassen-Bildung zu etablieren. Der Sinn war es, Studierenden nach dem Bachelor die Entscheidung zu überlassen, den Berufsweg einzuschlagen, direkt an der Hochschule weiter zu studieren oder nach einigen Jahren der beruflichen Erfahrungen einen Master-Studiengang weiter zu studieren.
Die einzige Konsequenz aus diesen Problemen kann sein, dass endlich ausreichend Master-Studienplätze bereitgestellt werden. Das müssen nicht zwingend genauso viele Studienplätze sein wie es Bachelor-AbsolventInnen gibt – Erfahrungen zeigen, dass viele BA-AbsolventInnen anschließend auch den Berufseinstieg wagen – aber eine ausreichende Zahl an Studienplätzen ist zwingend erforderlich. An allen Universitäten! Denn nur so ist zu verhindern, dass einige wenige Master-Angebote anschließend überfüllt werden. Dazu müssen die Studierenden einen Rechtsanspruch auf einen Master-Studium nach dem Abschluss erhalten, nur so obliegt ihnen und nicht der Hochschule die freie Entscheidung über den weiteren Werdegang. Außerdem kann so gewährleistet werden, dass neue Mittel für Studienplätze für Bachelor UND für Master-Studiengänge bereitgestellt werden. Die Einzelschicksale der Kölner BWL-Bachelor-AbsolventInnen sollte für alle BildungspolitikerInnen ein warnendes Signal sein. Fälle wie diese sind es, die im vergangenen Jahr den Bildungsstreik so stark und bestimmend gemacht haben. Ein Fall der sich in dieser Frage noch einmal verstärken kann, wenn nicht endlich etwas gegen die Missstände getan wird.
14:06 Als Einwohnerin des schönen Donaustadt Ulm ist man privilegiert. Zwischen München und Stuttgart gelegen, kommt man zügig mit dem ICE in die beiden Hauptstädte.
Bahnhof im BelagerungszustandFährt man die Tage nach Stuttgart, bietet sich einem als schwäbisches Provinzei allerdings ein eher seltsames Bild. Abrissarbeiten am Nordflügel des Bahnhofs und eine protestierende BürgerInnenschaft davor: Menschen, die sich auf dem Dach festketten, Straßen, die blockiert werden und unzählige Protestplakate überall (Einen super Eindruck vermittelt der Livestream!). Da muss man sich zwingend die Frage stellen: Was ist eigentlich schief gelaufen in dieser Stadt? Wie kommt es, dass eine ganze Stadt gegen ein Bahnhofsprojekt protestiert, als würde ein Atomkraftwerk mitten in der Stadt gebaut? Wie kann es sein, dass ein Bahnhof die Menschen politisiert, als würde in Deutschland das Kaiserreich wieder eingeführt?
Einführung der MonarchieUnd wenn wir schon beim Thema Kaiserreich sind: Die GegnerInnen des Projekts sagen zum Thema Stuttgart 21 vor allem eines: Sie wurden nicht gefragt. Das Hauptproblem an Stuttgart 21 scheint ein
Demokratieproblem zu sein. Das megateure Projekt wurde vom Gemeinderat Stuttgart und der schwarz-gelben Landesregierung beschlossen. Von Anfang an hat sich jedoch eine große Mehrheit der Bevölkerung gegen das Projekt gestellt. Wen hat das interessiert? Niemanden. Egal, wie man daher das Projekt persönlich bewertet: Stuttgart 21 ist vor allem eines: die Wiedereinführung der Monarchie. Die vehemente Ablehnung des Projekts in breiten Teilen der Bevölkerung einfach durchgängig zu ignorieren, die Bevölkerung über ein so teures Projekt nicht zu befragen, Fakten über das Projekt nicht offen zu legen, auch jetzt keine Gesprächsangebote an die DemonstrantInnen zu machen: Das ist ein starkes Stück! Der Bahnhof wird abgerissen: fertig. Soll doch der Pöbel vor dem Bahnhof jammern. Die Arroganz der „Mächtigen“ ist stärker.
Bezeichnend an dem Protest zu Stuttgart 21 ist, dass er sich quer durch alle Bevölkerungsschichten zieht. Nicht nur die üblichen politisierten Bevölkerungsgruppen, sondern auch das konservative schwäbische Bürgertum ist stark beteiligt und dürfte zum ersten Mal in seinem Leben spezielle Erfahrungen mit der Polizei machen.
Es gibt viele Entscheidungen der Politik die gegen den Willen der Mehrheit der Bevölkerung gehen. Viel zu wenig wird in Deutschland gegen solche Entscheidungen gestreikt und protestiert. Deswegen ist Stuttgart 21 ein gutes Zeichen: Die Menschen gehen wieder protestieren. Heute werden es wieder etwa 30 000 sein. Hoffen wir, dass diese politische Aktivierung sich auch auf andere Themenbereiche überträgt. Es gibt vieles, das mindestens genauso wichtig ist, wie ein Bahnhofsprojekt in Stuttgart
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Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.
1. "Was würde Tucholsky zum 'Nadja-Prozeß’ schreiben?"
(raflauaus.de, Achim Flauaus)
Rechtsanwalt Achim Flauaus schaut den Journalisten beim Prozess gegen Nadja Benaissa zu: "Nachdenklich stimmt vor allem der unfaßbare Aufwand, mit kilometerlangem Kabelsalat, unzähligen Kameras und Stativen und den unvermeidlichen und halsbrecherisch in die Fahrbahnen hineinragenden oder auf Gehwegen abgeparkten 'Ü-Wagen’ (sagt man so?) mit monumentalen Satellitenschüsseln auf dem Dach und das alles in einer Anzahl, als gelte es über die Ankündigung des 3. Weltkrieges oder zumindest einen 'G-8-Gipfel’ zu berichten."
2. "Hart aber leer"
(spiegel.de, Stefan Kuzmany)
Stefan Kuzmany analysiert "Hart aber Fair" mit Frank Plasberg. "An wirklichen Ergebnissen ist er nicht interessiert – sondern nur an der nächsten Pointe."
3. "Schlecht, schlechter, Sportjournalismus"
(feed-magazin.de, Daniel Wichmann)
Daniel Wichmann rezensiert ein Buch von Simon Grünke: "'Hofberichterstattung im System Sport’ ist ein Buch für alle, die sich abends in der Kneipe oder morgens im Büro gerne über kumpelhafte Moderationen à la Johannes B. Kerner oder seichte Interviewversuche von 'Duzmaschine’ Waldemar Hartmann aufregen können."
4. "Die Chemie stimmt"
(juliane-wiedemeier.de)
Inhalte der Website der Tageszeitung "Die Rheinpfalz", Rheinpfalz.de, werden auf Rheinneckarweb.de mit Inhalten des lokalen Chemiekonzerns BASF geteilt. Juliane Wiedemeier schreibt dazu: "Doch, die PR-Abteilungen von Chemie-Konzernen wissen schon, was sie tun. Was die Rheinpfalz allerdings geritten hat, bleibt mir unerklärlich."
5. "Vom rätselhaften Verschwinden des Mega-Staus"
(blog.tagesschau.de, Ariane Reimers)
Ariane Reimers macht sich in China auf die Suche nach dem in den Medien vermeldeten 100 Kilometer langen Superstau. Doch sie findet ihn nicht: "Vielleicht hat irgendjemand einfach nur diese vielen kleine Staus zusammengezählt und daraus den Super-Stau komponiert. Und weil es so eine schöne Geschichte ist, haben andere sie dann auch geschrieben."
6. "Nella Martinetti – Ein Leben zwischen Applaus und Abgrund"
(sf.tv, Video, 25:49 Minuten)
Ein Porträt der Schlagersängerin Nella Martinetti, die seit Jahrzehnten in enger Symbiose mit dem Boulevard lebt und von sich sagt, sie sei "kamerasüchtig" und eine "Blick-Frau".
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18:54 Die Tatsache, dass Jürgen Trittin an Eierbrötchen erinnert wird, wenn er die Musik der Bee Gees hört, ist selbst im Sommerloch eher eine Null-Nachricht. Die Internetseite des Kölner "Express" tat dem Musikmagazin "Rolling Stone" dennoch gerne den Gefallen, diese Vorabinformation aus dem morgen erscheinenden Interview mit Trittin weiterzuverbreiten:

Statt sich nur über Trittin lustig zu machen, hätte Express.de aber auch bei dieser Geschichte ein bisschen Wert auf Fakten legen können:
Das komme davon, dass zu seiner Bundeswehrzeit in der Kantine immer solche Musik gespielt worden sei, sagte der ehemalige Umweltminister und Erfinder des Dosenpfands dem Magazin "Rolling Stone".
Zwar steht in der Pressemitteilung des "Rolling Stone" auch, dass sich Trittin "DJ Dosenpfand" nennt, wenn er irgendwo auflegt, aber "erfunden" hat das Dosen- oder Einwegpfand im Jahr 1991 der damalige Umweltminister Klaus Töpfer.
Mit Dank an Jens N.
18:38 Noch bevor die Schweizerische Bundeskanzlei im amtlichen Bundesblatt die Vorprüfung der Volksinitiative mit dem Titel "Todesstrafe bei Mord mit sexuellem Missbrauch" vermelden konnte, schrieben die Medien schon weltweit darüber. Einen Tag nach Beginn der bis Februar 2012 dauernden Sammelfrist für die benötigten 100.000 Unterschriften verkündete das Initiativkomitee den Rückzug der Initiative.
Auf ihrer Website todes-strafe.ch schrieben die Initianten:
Unser Hauptziel war die Bevölkerung auf die Missstände aufmerksam zu machen.
Auch Sueddeutsche.de dachte über die möglichen Folgen der nicht zustandekommenden Initiative nach, verirrte sich dabei aber:


Eine Entscheidungsmacht hat das aus Nationalrat (Entsprechung in Deutschland: Bundestag) und Ständerat (Entsprechung in Deutschland: Bundesrat) bestehende Schweizer Parlament bei Volksinitiativen keine.
Entschieden werden Volksinitiativen durch das Volksmehr (die Mehrheit der gültigen Stimmen der Bürger) und das Ständemehr, also die Mehrheit der Stimmen in den Kantonen.
Im Unterschied zur rein repräsentativen Demokratie ist es ja der Sinn der direkten Demokratie, das Volk ohne Umwege über das Parlament entscheiden zu lassen.
Mit Dank an Fabian P.
17:49 Nach Plänen der Bundesregierung sollen Führerscheine, die ab 2013 ausgestellt werden, nur noch für 15 Jahre gültig sein, so berichtet es Bild.de. Eine neue Prüfung soll aber für die Verlängerung nicht notwendig sein, ebenso wenig eine ärztliche Untersuchung.
Bleibt die Frage, inwieweit eine solche, routinemäßige Verlängerung "die Straßen sicherer" machen soll:

88% der Bild.de-Leser scheinen den Zusammenhang auch nicht zu sehen und haben sich derzeit für Antwort B entschieden.
Mit Dank an Jan.
17:10 Die Geschichte ist so ungewöhnlich, dass das Polizeipräsidium Bochum im ersten Satz seiner Pressemitteilung erst einmal verkündet, dass der Inhalt der nachfolgenden Polizeipressemeldung "nun wirklich sehr ungewöhnlich" sei: Ein 35 Jahre alter Mann aus Herne ließ sich wegen einer Geschwulst am Kopf im Krankenhaus untersuchen, woraufhin die Ärzte auf seinem Röntgenbild einen Fremdkörper entdeckten, der sich bei einer Operation als Projektil des Kalibers 22 herausstellte.
Oder wie "Spiegel Online" es formuliert:
Ein Mann aus Herne hat jahrelang mit einer Pistolenkugel im Kopf gelebt. Er hatte in einer Silvesternacht angetrunken einen Schlag am Hinterkopf verspürt, dem aber keine Bedeutung beigemessen. Die Polizei vermutet, dass er das Opfer eines Schützenbruders wurde.
Diese Vermutung äußert die Polizei allerdings weltexklusiv auf "Spiegel Online". Wie uns der Polizeisprecher auf Anfrage bestätigte, habe er nie von einem "Schützenbruder" gesprochen. Er habe lediglich in einem der zahlreichen Gespräche mit Journalisten aus aller Welt erklärt, dass Projektile des Kalibers 22 (5,6 mm) typisch für Sportschützen seien — und die Polizei regelmäßig vor Silvester davor warne, mit Salutschüssen das Jahr zu begrüßen.
Mit Dank an Benedikt K.
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1. "Die Märchen von Ian Karan"
(ndr.de, Video, 4:02 Minuten)
Verschiedene Medien verbreiten die Aussage von Ian Karan, Bundeskanzlerin Merkel habe ihn persönlich dazu aufgefordert, die deutsche Staatsangehörigkeit anzunehmen.
2. "Justizministerin stärkt Freiheit der Presse"
(bmj.bund.de)
Ein neuer Gesetzentwurf (PDF-Datei) der Bundesregierung soll dazu beitragen, "das Vertrauen der Menschen in den Rechtsstaat zurückzugewinnen": "Damit Journalisten ohne Angst vor Strafverfolgung recherchieren können, werden sie zukünftig nicht mehr wegen Beihilfe zum Geheimnisverrat verfolgt, wenn sie ihnen zugespielte Dienstgeheimnisse veröffentlichen. Die Pflicht, bestimmte Informationen geheim zu halten, trifft nur die jeweilige Amtsperson – nicht aber den Journalisten."
3. "Castingshow 'X Factor’ manipuliert Gesang"
(diepresse.com)
Ein Sprecher der britischen Castingshow "X Factor" gibt gegenüber der BBC zu, dass Darbietungen nachträglich optimiert wurden.
4. "Steht 'Gratiszeitung’ für 'Wir klauen deine Fotos'?"
(kobuk.at, Helge Fahrnberger)
Helge Fahrnberger findet ein auf seinem Blog veröffentlichtes Foto in den Zeitungen "Österreich" und "Heute" wieder.
5. "Die Gesellschaft der Beachtungsexzesse"
(faz.net, Bernhard Pörksen und Wolfgang Krischke)
Bernhard Pörksen und Wolfgang Krischke denken über die "Casting-Gesellschaft" nach: "Sein heißt hier zuerst: medial stattfinden. Und man findet statt, indem man – je nach Format, je nach Publikum – das Gewünschte liefert. Geschichten, starke Bilder, Konflikte, illustrative Schicksale, Personen, die Spannung erzeugen, plakative Formulierungen, deutliche Wertungen."
6. "Wenn Deutschland das Internet entwickelt hätte…"
(netzwertig.com, Martin Weigert)
Was, wenn das Internet "als offizielles 'Innovationsprojekt’ in Deutschland konzipiert worden wäre"?
21:24
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16:28 Die Macher von "RP Online", dem Webauftritt der "Rheinischen Post" und Marktführer bei den Online-Portalen regionaler Tageszeitungen, lassen keine Zweifel daran, was sie vom sogenannten "Balconing" halten: Ein "Urlaubswahnsinn" sei es, sich vom Balkon, Fenster oder Dach eines Hotels in den Swimming Pool zu stürzen, ein "gefährliches Spiel", ein "gefährlicher Trend".
Wer dennoch so waghalsig, lebensmüde oder schlicht bekloppt ist, diesen Unfug nachzumachen, ist gut beraten, wenn er sich dabei filmen lässt und das Video auf YouTube stellt. Denn vielleicht zeigt "RP Online" seinen Lesern schon bald den zweiten Teil seines Videos "Irre Balkon-Springer auf Mallorca", in dem die waghalsigsten, lebensmüdesten oder schlicht beklopptesten Sprünge in Hotelpools teils in Zeitlupenwiederholung zu sehen sind:

Mit Dank an Höpp.
Nachtrag, 26. August: Unser Leser Matthias M. weist uns darauf hin, dass Bild.de bereits Mitte August über den "gefährlichen Urlaubsspaß" berichtete — natürlich ebenfalls mit Video.
14:54 Ich werde die Anträge hier veröffentlichen in der Reihenfolge wie sie hereinkommen.
Antrag “Urwahlen abhalten! Legitimation schaffen!” Antragssteller Stephan Bramorski
Antrag “Eine Jugendförderung in der Partei festigen!” Antragssteller Maurizio Graw
Antrag “Einrichtung von Mediatoren“ Antragssteller Björn Patzke
Antrag “Nachwuchsprogramm der O.- SPD“ Antragssteller Björn Patzke
Antrag “Nachwuchsprogramm der O.- Jusos“ Antragssteller Björn Patzke
Viel Spaß beim lesen und beim schreiben von Änderungsanträgen.
14:03 Hobbypsychologen und Boulevardreporter wissen: Wenn sich eine Frau von ihrem langen Haupthaar trennt, hat es vermutlich eine wichtige Veränderung in ihrem Leben gegeben.
Oder sie hoffte auf eine neue Filmrolle, so wie diese unglückliche Schauspielerin:
Emma Watson (20): Sie wollte sich nach acht abgedrehten "Harry Potter"-Filmen einer neuen Aufgabe widmen und schnitt sich zum Vorsprechen sogar die Haare ab.
Bild.de hat die Formulierung "schnitt sich zum Vorsprechen sogar die Haare ab" mit einem Link unterlegt, der einen direkt zu einem anderen Bild.de-Artikel vom 6. August bringt.
Damals schrieb Bild.de:
Mit der Frisur erinnert der "Harry Potter"-Star (spielt Zauberschülerin Hermine) ein wenig an 60er-Jahre Stilikone Twiggy. Doch eine Filmrolle ist nicht der Grund für Emmas neuen Look. Sie trennte sich freiwillig von ihrem schönen langen Haar.
"Ich habe das seit vielen Jahren vorgehabt", schreibt die Britin bei Facebook. "Es fühlt sich unglaublich an. Ich liebe es." Es sei "das Befreiendste überhaupt"!
Mit Dank an Mats S.
Nachtrag, 26. August: Bild.de hat den Satz dahingehend geändert, dass sich Emma Watson nicht mehr "zum Vorsprechen" die Haare abgeschnitten hat, sondern "kurz vor dem Vorsprechen".
Blöd nur, dass der erste Satz des Artikels immer noch lautet:
Und falls Sie das auch noch ändern wollen, liebe Bild.de-Redakteure: "Millennium" schreibt man mit zwei "n", weil es von "mille" (tausend) und "annus" (Jahr) kommt. Mit einem "n" käme es von …Scarlett Johansson wollte sie, Emma Watson ließ sich dafür die Haare abschneiden – die Rolle der düsteren Computer-Hackerin Lisbeth Salander in der Hollywood-Version der Stieg Larssons "Millenium"-Trilogie.
10:43 "Aktuelle Nachrichten" verspricht Bild.de auf seiner Startseite. Wenn sich aber die Chance bietet, den zwischenzeitlich deformierten Kopf eines Schwerverletzten zu zeigen und als "Alien-Schädel" zu bezeichnen, dann dürfen sie auch schon einmal eine ganze Woche alt sein.
Unter einem Bild des bemitleidenswerten Skateboardunfallopfers Kyle Johnson kann man lesen:

Hätte die Person, die diese Bildunterschrift verfasst hat, allerdings den dazugehörigen Artikel oder wenigstens die Überschrift "Lebensgefahr! Ärzte frieren Teile von Kyles Schädel ein" gelesen, dann wüsste sie, dass das ziemlicher Unfug ist. Die Ärzte haben nämlich mitnichten Teile des Gehirns des Patienten entnommen, sondern, wie bei einer dekompressiven Kraniektomie üblich, Teile des Schädels.
Dazu, Teile des Gehirns zu entnehmen und dann wieder erfolgreich einzusetzen, wären höchstens die vorher angesprochenen Aliens imstande.
Mit Dank an die vielen Hinweisgeber!
Nachtrag, 11.51 Uhr: So schnell kann's gehen. Bild.de hat das Gehirn unauffällig verschwinden lassen:
Kyle Johnson: Ärzte entnahmen ihm Teile der Schädeldecke – und setzten sie später wieder ein
Nachtrag, 26. August: BILDblog-Leser Lutz B. hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass in einer früheren Version des Artikels noch durchweg die Rede davon war, dass man dem Mann Teile des Gehirns entfernt habe. Die Bildunterschrift wurde bei der Korrektur schlicht übersehen. Und tatsächlich: Im Cache von Google findet man diese Version noch, in der es etwa heißt:
Die Ärzte entschieden sich zu einer riskanten OP: Sie schnitten Teile von Kyles Gehirn weg, froren es ein – und setzen es ihm Wochen später wieder ein. (…) Als seine Hirnschwellung zurückging, setzen die Ärzte ihm die eingefrorenen Hirnteile wieder ein.
Die einzigen, die es also letztendlich wirklich geschafft haben, ein Gehirn erfolgreich zu entfernen, waren die Leute von Bild.de. Respekt!
8:54 6 vor 9
Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.
1. "Bedauerliches Büroversehen"
(funkkorrespondenz.kim-info.de, Volker Nünning)
Die Bayerische Landesmedienanstalt BLM verpasst es, "einen Bußgeldbetrag von insgesamt 115 000 Euro" einzuziehen. Auch Stefan Niggemeier berichtet.
2. "Das Landgericht am Ende des Universums"
(heise.de/tp, Markus Kompa)
Markus Kompa denkt über ein Urteil des Hamburger Landgerichts gegen die "Superillu" nach, das der Zeitschrift verbietet, eine Verletzung von Michael Ballack in einer Schlagzeile mit dem "Karriereende" in Verbindung zu bringen. "Selbst das Landgericht Hamburg hielt die Karriereende-Headline ausdrücklich für eine Prognose – aber angesichts der mitschwingenden Behauptung eines Karriereendes eben doch für eine beweisbedürftige Tatsachenbehauptung."
3. "Der Presseboykott des Sir Alex Ferguson"
(11freunde.de, Tilo Mahn)
Die Vereine der Premier League überlegen sich die Einführung von Geldstrafen für Trainer, die keine Interviews gewähren. "Der englischen Rundfunkanstalt BBC verweigert der Trainer von Manchester United seit fast sechs Jahren jedes Interview, was auch in der neuen Saison für Diskussionen sorgt."
4. "Sarrazin: 'Deutschland wird immer ärmer und dümmer!'"
(nachdenkseiten.de, Wolfgang Lieb)
Wolfgang Lieb begutachtet die "knallharte Analyse" von Thilo Sarrazin in "Bild".
5. "die völlig neuen, anderen twittercharts"
(popkulturjunkie.de, Jens Schröder)
Die "100 von Twitter-Nutzern meistverlinkten deutschsprachigen Inhalte-Websites".
6. "Feldversuch: Journalist in Russland"
(mypcaminando.ch, myp)
Es kommt nicht immer gut an, wenn man erzählt, man habe mit Journalismus und Blogs zu tun: "Der eine Russe, der Herr des Hauses ist, wo wir wohnen, legt mit einer Salve von Beschimpfungen auf Russisch los. Verstanden haben wir gar nichts, aber für einen so aggressiven Tonfall und einen gestreckten Mittelfinger ist keine Übersetzung notwendig. Er lässt sich kaum mehr beruhigen."
7:46
2:00
23:59 Aufregend, erholsam, sportlich, abenteuerlich, entspannend …, das Ferienprogramm für den Sommer 2010. Wie gewohnt wurden eine Menge Attraktionen geboten. Hier ein kleiner Rückblick. Viele Angebote warteten auf Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 14 Jahren.
Eine ganze Woche lang wurde in unserem Haus eine Spielstadt durchgeführt. Hier hatten die Kinder die Möglichkeit, die Welt der Großen selbst zu erleben, indem sie die verschiedensten Berufe und Tätigkeiten ausübten, die ihnen im Alltag ständig begegnen. Es gab 5 Hauptbereiche Dienstleistung, Verwaltung, Produktion, Versorgung und Freizeit, Kultur & Sport. Je nach Alter und Interesse konnten die Kinder eine Woche lang in verschiedene Rollen schlüpfen z.B. Bankangestellte, Angestellter beim Arbeitsamt, Fotograf, Friseur, und vieles mehr.
Auffallend an der Spielstadt war die besondere Ernsthaftigkeit der Kinder im Stadtleben. Sie spielten nicht Fotograf oder Bankangestellte, sie waren es. In der Werbeargentur oder in der Druckerei wurde nicht „gebastelt“, sondern gearbeitet. Die hergestellten Produkte und angebotenen Dienstleistungen wurden für das Zusammenleben in der Stadt tatsächlich gebraucht und mussten mit dem selbst erarbeiteten Geld wie im richtigen Leben bezahlt werden. Wir, die mitarbeitenden Betreuer blieben beim Ablauf der Spielstadt weitgehend im Hintergrund. Wir organisieren das benötigte Material, bereiten die verschiedenen Berufe bzw. Stände vor, halfen beim Austeilen des Essens usw..
Pro Stunde gibt es bei der Bank gegen Vorlage des Lohngutscheins 10 Falkentaler, egal welche Arbeit verrichtet wurde. Übrig bleiben jedoch nur 8 Falkentaler, da das Finanzamt zwei Falkentaler als Steuer kassiert. Die Steuern wanderten in die Gemeindekasse. Über dieses Geld konnte der Stadtrat verfügen, um zum Beispiel eine Gemeindezeitung in Auftrag zu geben oder eine Musikband beim Stadtfest zu engagieren. Der Gemeinderat wurde zu Beginn der Spielstadt von allen Bürgerinnen und Bürgern gewählt.
Die Kinder waren auch kreativ, fleißig und hatten viel Freude an der Gestaltung von Mosaikbildern, unter Anleitung von Kerstin und Martina. Die künstlerische Betätigung der Kinder beschränkte sich nicht nur auf ihr kreatives Tun. Viele Fähigkeiten der Kinder wurden gebraucht. Neben der Ausdauer und Konzentration wurden Sorgfalt, sowie Fein- und Grobmotorik trainiert. Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen!
Natürlich machte auch uns die Hitze zu schaffen, dann fuhren wir zum Baden oder gingen zum nahegelegenen Antoniepark und bauten unsere Wasserrutsche auf, um uns ausgiebig abzukühlen.
Unser Bewegungsausflug machte allen viel Spaß. Der Freizeitpark Schloss Beck in Bottrop bietet passende Fahrgeschäfte, abenteuerliche Spielplätze und Indoor-Spielhäuser zum Toben, Verstecken und Klettern. An Attraktionen gibt es hier Rutschen, Schaukeln, Kinder-Riesenrad und -Achterbahn sowie eine Bummel-Bahn, die rund ums Gelände fährt. Alle hatten mächtig Spaß!
Am Harry Potter Tag wurden die Kinder in eine Fantasie Welt entführen, die der Welt in der „Harry Potter“ spielt sehr nahe sein sollte. Das Spiel dauerte einen ganzen Tag.
Unser Haus stellte die Schule der jungen Zauberer dar. Die Kinder wurden durch das Ziehen von Nummern in vier Zauberschulklassen aufgeteilt und jede Gruppe erhielt einen Zauber-Lehrer der von uns Betreuern gespielt wurde. Die Zauberlehrlinge schlüpften bereits morgen in ihre Rollen.
Jede Zauberklasse bastelt mit ihrem Zauberlehrer Zauberhüte und einen oder mehrere Zauberstäbe. Nach dem Mittagessen trafen sich die Klassen und es wurde das Besenfliegen eingeübt. Völlig erschöpft und mit letzten Kräften berichtete ein hereinstürzender Bote, dass das Einhorn, vom bösen Zauberer Randamet verschleppt wurde. Die Zauberschüler wurden um Hilfe ersucht. Jede Zauberklasse hatte sich schnell in ihren Klassen zu versammeln um ihre Aufgaben zu erfüllen.
1.Grossen Zauberspruch erfinden (Formel /Bewegung+ Spruch) = um den Dämon zu bannen 2. Wasserbomben bauen / heiliges Wasser = Waffen gegen den Zauberer Randamet 3. Magische Steine suchen = um den Dämon einzuschließen 4. Zaubertrank brauen = um das Einhorn zu heilen
Als jede Klasse ihre Aufgabe erledigt hatte trafen sich alle wieder zu einer Versammlung, in der berichtet wurde, was die jeweiligen Klassen erreicht hatten. Nun wurden die Gruppen zu einem Portal geführt. Hinter dem Portal befand sich ein langer Weg der in die Welt des Chaos führte. Auf diesem Weg hatten die Gruppen wiederum Aufgaben zu bewältigen: Rätsel lösen, Wettrennen, etwas suchen. Der Weg führte letztendlich zum Einhorn, das auf einem Berg liegt und vom bösen Zauberer Randamet bewacht wurde.Randamet stellte sich zum Kampf. Er zauberte kurz, doch Blitzschnell wurden die magischen Steine um ihn herum gelegt und er war machtlos eingesperrt. Danach wurde er mit Wasserbomben beschmissen die mit dem heiligen Wasser gefüllt waren.
Nun mussten die jungen Zauberer ihre Macht sammeln und alle zusammen den großen Zauberspruch auf ihn sprechen um ihn niederzustrecken. Doch siehe da es war kein böser Zauberer sondern ein Betreuer der von einem Dämon befallen war….. Dieser wurde mit dem Trank geheilt…..
Alle waren glücklich… Happy End
Mit unserer mobilen Trickfilmbox konnten die Kinder ihren eigenen kleinen Trickfilm herstellen. Vom Ausdenken der Story, über basteln der Figuren/Requisiten bis zum digitalem Filmschnitt am PC erwarben die Kinder Grundkenntnisse zum Thema Film/bewegte Bilder und Neue Medien. Auf spielerische Art und Weise wurden die technischen und handwerklichen Fähigkeiten zum Bedienen von Digitalfotokameras, dem PC oder auch der Umgang mit Schere, Papier, Pinsel und Farbe etc. geübt und ausgebaut. Unter der Anleitung von Stefan und Sybille hatten die Kinder viel Spaß und konnten anschließend ihren Film mit nach Hause nehmen und ihre Familie oder ihren Freunden präsentieren.
Kinder mit Spaß am Modeln, entwerfen von Kostümen, Theater spielen und singen konnten auch hier ihrer Fantasie vollen Lauf lassen. Ein selbst entworfenes Hochzeitskleid wurde zur Musik auf dem Laufsteg präsentiert. Ebenso wurden Sketche eingeübt und vorgeführt sowie toller Gesang zum Besten gegeben. Jedem hat es Spaß gemacht, die Show zu sehen. Die Kostüme waren toll anzusehen. Die Models und die Designer, Schauspieler und Sänger wurden mit großem Applaus belohnt.
An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Helfern und Junghelfer herzlich bedanken die es mitunter ermöglichten, dass wir auch 2010 wieder ein buntes und spannendes Ferienprogramm auf die Beine stellen konnten!
20:56
17:33
16:45
12:27
11:49 Vorhang Auf !
Der Falkentreff ist ein Kinder und Jugendhaus in 46119 Oberhausen, auf der Richard-Dehmel-Str.38. Wir möchten Montag nachmittags eine Theater AG in der Zeit von 14.30-16.00 Uhr für Kinder der 3. und 4. Klasse für das erste Halbjahr anbieten. Es wäre schön wenn 10 bis 20 Kinder Lust hätten mitzuspielen.
Wir brauchen viele Schauspieler die Lust haben Sümpfe zu überqueren, dornige Büsche zu bezwingen, oder die Lust haben Ballett zu tanzen.
Danach möchten wir gerne Schattenspiele machen. Kinder die sich nicht trauen öffentlich aufzutreten, haben es hier einfacher einen Sketch, Break-Dance, Liebeszene u.v.m. hinter der Leinwand zu spielen. Hierbei können auch Stabfiguren entstehen die ein Schattenspiel erzählen. Wenn es gewünscht wird kann das Schattenspiel auch auf einer Weihnachtsfeier o.ä. öffentlich präsentiert werden.
7:40
20:04
19:38
18:52
Im neuen update erfährst du alles zu den nächsten großen Demonstrationen: "Freiheit statt Angst" und "Atomkraft: Nein Danke!". Eine ausführliche thematische Analyse der schwarz-gelben Politik zeigt auf, was in den unterschiedlichen Bereichen angerichtet wird. Vom Sparpaket über die Gesundheitspolitik bis zu den Menschenrechten und der Studienfinanzierung - das alles sind schwarz/gelbe "Projekte". Im Schwerpunkt geht es weiterhin um die zentralen Themen von "Links 2010" und wie es nun weitergeht mit den Ergebnissen unseres Kongresses. Natürlich fehlen auch die Berichte aus den Landesverbänden und Bezirken nicht. Was hat IUSY in New York beschlossen? Wie engagieren sich Jusos in der Westsahara? Und wie sieht es ein Jahr nach der Lehman-Pleite aus? Das und vieles mehr findet du im neuen update.
Viel Spaß beim Lesen!
17:57
17:55 Einladung zu unserem Türkeiseminar vom 04. bis 05. September in Wuppertal
Hier unser Programm für euch:
Samstag, 04. September
11.30 Uhr 12.00 Uhr: Begrüßung & Vorstellungsrunde
12.00 Uhr 14.00 Uhr: Die Geschichte der Türkei mit Cem Sentürk (Zentrum für Türkeistudien)
danach Mittagessen
15.00 Uhr 16.30 Uhr: Das politische System der Türkei und Laizismus mit Cem Sentürk (Zentrum für Türkeistudien)
17.00 Uhr 19.00 Uhr: Minderheiten in der Türkei mit Amke Dietert (Amnesty International)
ab 19.00 Uhr: gemeinsames Abendessen, im Anschluss gibt es noch einen Film
Sonntag, 05. September
bis 10.00 Uhr: Frühstück
10.00 Uhr 11.30 Uhr: Die Beziehung von Deutschland und der Türkei mit den Young European Professionals von der bpb
Danach Mocca-Pause
12.00 Uhr 14.00 Uhr: Die Türkei und die EU mit den Young European Professionals von der bpb
Danach Mittagessen
15.00 Uhr 16.30 Uhr: Output des Seminars + Feedbackrunde
gegen 16.30 Uhr: Ende
Anreise
Infos zur Anreise findet ihr auf folgender Website:
http://www.bildungsstaette-bundeshoehe.de/
Anmeldung
Wenn ihr am Seminar teilnehmen wollt, meldet euch bitte bei unserer Bildungsreferentin Anna Dannert an (bildung(at)gruene-jugend-nrw.de). Bitte gebt dabei auch an ob ihr VeganerIn seid. Wir berechnen pro Tag einen Teilnahmebeitrag von fünf Euro, sowie fünf Euro für die Übernachtung (wenn ihr beide Tage bleibt und übernachtet, kostet es also insgesamt 15 Euro).
Fahrtkosten
Die Fahrtkosten im Regionalverkehr übernehmen wir nach Finanzordnung zum BahnCard-50 Tarif. Wenn es möglich ist, nehmt ein Gruppenticket und benutzt den Großkundenrabatt der Grünen.
Wir freuen uns auf euch!
Euer Landesvorstand
Eike, Marie, Nora, Alex, Sophie, Kerstin, Raoul und Enno
17:54 Wir möchten euch herzlich zu unserem Seminar zum Thema Kapitalismus einladen. Es findet am Samstag und Sonntag, den 18. und 19. September in Wuppertal statt.
Der Kapitalismus basiert auf der merkwürdigen Überzeugung, dass widerwärtige Menschen aus widerwärtigen Motiven irgendwie für das allgemeine Wohl sorgen werden. John Maynard Keynes
*Inhaltliches*
Am Samstag werden wir zuerst den Begriff Kapitalismus auf seine genaue und unverblümte Definition hin untersuchen. Das Wort wird in vielen politischen Reden und Texten benutzt, aber die Wenigsten wissen, was wirklich dahinter steckt und welche ökonomischen Theorien ihm zugrunde liegen. Danach wollen wir uns mit den direkten ökologischen und sozialen Folgen des kapitalistischen Wirtschaftssystems auseinandersetzen. Ein Vertreter der globalisierungskritischen Organisation Attac wird aufzeigen wie aktuelle Ungerechtigkeiten und Umweltzerstörung damit zusammenhängen.
Am Sonntag möchten wir diskutieren wie die GRÜNE JUGEND NRW eigentlich zum Kapitalismus steht. Sind wir ein kapitalismuskritischer oder gar ein antikapitalistischer Verband? Inwieweit müssen wir Kritik nicht nur an der Wirtschaftspolitik, sondern vielleicht sogar am gesamten Wirtschaftssystem üben? An diesem Tag werden wir uns auch mit der Wachstumsproblematik beschäftigen. Denn dem wirtschaftlichen Wachstum sind nicht nur die ökologischen Grenzen der schwindenden Ressourcen gesetzt. Unendliches Wachstum gibt es nicht, aber wird diese Tatsache auch im grünen Wirtschaftskonzept dem Green New Deal ausreichend berücksichtigt?
Wir starten am Samstag um 11:30 Uhr und sind am Sonntag voraussichtlich um 16:30 fertig.
*Programm*
Samstag, 18. September:
Bis 11:30 Uhr Anreise
12:00 15:00 Uhr Kapitalismus Was ist das eigentlich?
(Martin Schröder vom Max-Planck-Institut)
15:30 16:00 Uhr Kaffeepause
16:00 18:00 Uhr Ökologische Schäden und soziale Verwerfungen im
Kapitalismus
(mit Thomas Eberhardt-Köster von Attac)
18:00 19:00 Uhr Abendessen
Danach Film: Lets make Money
Sonntag, 19. September:
9:00 10:00 Uhr Frühstück
10:00 12:00 Uhr Diskussion über den Film und die Inputs des Vortages
12:00 13:00 Uhr Mittagessen
13:00 15:00 Uhr Wachstum um jeden Preis? Probleme des
Wachstumsdogmas und ihre Berücksichtigung im
Green New Deal
(mit Nico Paech von der Uni Oldenburg)
15:00 15:30 Uhr Pause
15:30 16:30 Uhr Diskussion: Ist die GRÜNE JUGEND ein
antikapitalistischer Verband?
*Anmeldung*
Wenn ihr am Seminar teilnehmen wollt, meldet euch bitte bei unserer Bildungsreferentin Anna Dannert an (bildung(at)gruene-jugend-nrw.de). Bitte gebt dabei auch an ob ihr VeganerIn seid. Wir berechnen pro Tag einen Teilnahmebeitrag von fünf Euro, sowie fünf Euro für die Übernachtung (wenn ihr beide Tage bleibt und übernachtet, kostet es also insgesamt 15 Euro).
*Wegbeschreibung und Fahrtkosten*
Wir tagen in der Jugendherberge in Wuppertal. Hier ist eine Wegbeschreibung: Mit der Bahn bis Wuppertal-Barmen, von dort mit der Buslinie 640 Richtung Ronsdorf bis zur Haltestelle "Jugendherberge"
Die Fahrtkosten im Regionalverkehr übernehmen wir nach Finanzordnung zum BahnCard-50 Tarif. Wenn es möglich ist, nehmt ein Gruppenticket und benutzt den Großkundenrabatt der Grünen.
Wir freuen uns auf ein spannendes Seminar mit vielen kontroversen Diskussionen zu diesem spannenden Thema.
Liebe Grüße,
Euer LaVo
17:53 Wer regiert Deutschland wirklich? Wie werden Ministerien, Parteien und die Bevölkerung beeinflusst und von wem? Welche Konzerne, Medien und Vereine haben Macht? Gibt es nur schlechten, oder auch guten Lobbyismus? Diesen und anderen Fragen zur Bundespolitik wollen wir auf dieser Fahrt nachgehen. Wir werden hautnah erleben, wie Interessenvertretung in Deutschland funktioniert und wer in der Politik die Fäden in der Hand hält. Wir schauen hinter die Kulissen des Bundestages, sprechen mit VertreterInnen von Medien und Konzernen und lernen das aufregende, politischer Berlin kennen.
Leitung: Anna Dannert
Termin: 10.-13. Oktober 2010
Ort: Berlin
Gebühr: 120 inkl. Ü & VP
Seminar: 4003-10
Koordination: Linda.Michalek@boell-nrw.de
| Veranstalter | Heinrich-Böll-Stiftung NRW |
| Veranstaltungs- ort | Siehe Veranstaltungsort |
| Anmeldung | Anmeldung per E-Mail Veranstaltungsflyer |

17:52 Du hast etwas zu sagen, weißt oft aber nicht wie und die Gruppe ist Dir auch irgendwie zu groß?
Dein Ziel ist es, das Lampenfieber zu überwinden und dann eigene Vorstellungen und Gedanken anschaulich, nachvollziehbar und am Zuhörer orientiert formulieren zu können? Du wirst in eine Diskussion verwickelt und merkst, dass Du gar nicht die jenige/der jenige bist, die/der die Gesprächsführung in der Hand hat?
Mit Einzelübungen, Kurzvorträgen, Überzeugungsreden, Rollenspielen und Videoaufzeichnungen erarbeiten wir im Plenum oder in Kleingruppen individuelle Rede- und
Diskussionsstrategien. So werden Dir kurze Reden und heiße
Diskussionen in Zukunft auch in der Öffentlichkeit Spaß machen.
Termin: 18.-19. September 2010
Referenten: Carsten Steinert und Bernd Stinsmeier,
von "Redemonster ungeheuer gut reden."
Ort: Bochum, Jugendgästehaus im Bermudadreieck
Gebühr: 45 inklusive Übernachtung und Vollpension
Seminarnummer: 3702-10, 12 Unterrichtsstunden
| Veranstalter | Heinrich-Böll-Stiftung NRW |
| Veranstaltungs- ort | Jugendgästehaus Bermudadreieck, Bochum 44787 Bochum, Humboldtstraße 59 63 |
| Anmeldung | Anmeldung per E-Mail |
17:43 Langsam kommt in deine Redekompetenz Routine.
Zentrale Aufgaben sind nun längere Reden strukturiert und spannend vorzutragen und sich an ein größer werdendes Publikum heranzuwagen. Dazu gehören erneut die Überwindung von Lampenfieber, den eigenen Stil zu finden und die Bewusstmachung und Überwindung der ganz
persönlichen, typischen Fehler.
Dieses Seminar baut auf dem Seminar Starker Tobak! auf.
Referent: Jakim Essen, Rhetoriktrainer und Redenschreiber im Landtag NRW
Termin: 2.-3. Oktober 2010
Ort: Bochum, Jugendgästehaus im Bermudadreieck
Gebühr: 45 inklusive Übernachtung und Vollpension
Seminarnummer: 3902-10, 12 Unterrichtsstunden
weitere Informationen:
E-Mail: Linda Michalek@boell-nrw.de
| Veranstalter | Heinrich-Böll-Stiftung NRW |
| Veranstaltungs- ort | Jugendgästehaus Bermudadreieck, Bochum 44787 Bochum, Humboldtstraße 59 63 |
| Anmeldung | Anmeldung per E-Mail |
16:22
15:34
15:12
14:57 Das katholische Stadthaus an der Elsa – Brandström - Straße verschwindet, zumindest teilweise, am Jahresende. Einige Meter weiter harrt das ehemalige Lyzeum auf neue Nutzer. Ein islamisches Kulturzentrum ist interessiert, so der derzeitige Eigentümer. Schräg gegenüber steht das Rathaus. Da wäre es doch nur konsequent bei entsprechenden Anlässen neben der Stadtfahne auch die grüne Fahne des „Propheten“ auf dem Rathaus aufzuziehen. Für alle die noch immer die Augen vor den Tatsachen verschließen. Man ist unwillkürlich an Bert Brecht erinnert, von dem (anläßlich des Volksaufstandes in der DDR am 17.06.1953) die Bemerkung stammt: Und als die Regierung sah daß das Volk ihrer nicht würdig war, da wählte sie sich ein Neues.
7:56 So werben jedenfalls die stadteigenen „Wirtschaftsbetriebe Oberhausen (WBO).“ Ein Spaziergang durch die Innenstadt belehrt einen schnell. In 30 Minuten keinen Laternenpfahl, keine Befestigungsstange für Straßenschilder, keinen Ampelmast, usw. gesehen die nicht mit irgendwelchen „Sprüchen“ beklebt waren. Gefühlt mehr als ¾ der Aufkleber kommen von der Partei DIE LINKE, ihrer Jugendorganisation SOLID oder ihrer Vorfeldorganisation ANTIFA.
Kostprobe gefällig? „Revolution! Alles andere ist Quark!“ meint SOLID. Ein gesetzlich vorgeschriebenes Impressum hatte übrigens keines der „Kunstwerke.“ Das Stadtbild verschönern tat auch keins. Von wegen Super-Sauber-Oberhausen! Weder die Stadt noch die Polizei können an jedem Laternenpfahl einen Ordnungshüter stellen. Aber das Ordnungsamt könnte wegen der fehlenden Angaben (Impressum) tätig werden. Wie? Steht in jedem Handbuch „Gegen Rechts.“ Aber gegen LINKS müssen die städtischen Bediensteten in Oberhausen wohl zum jagen getragen werden. So wird es wohl nichts mit Super…
2:00
20:54 werden mehr als 4/5 der Wohnungseinbrüche in Oberhausen. Im Landesdurchschnitt NRW sind es noch weniger. 2009 warteten allein 600 Oberhausener Haushalte vergeblich auf die Aufklärung des Einbruchs in ihre Wohnung.
Für Sie galt nicht: Mein Heim ist meine Burg!
Oberhausener Nationaldemokraten fordern von der Polizei keine Tipps, Tricks und persönliche Beratungen, sondern mehr Präsenz auf unseren Straßen. Keine Schließung von Polizeiwachen in den Stadtteilen. Wenn zusätzliche Polizeikräfte unmittelbar zur Verbrechensverhinderung und Aufklärung eingesetzt werden,dann werden sich auch die Mehrkosten im Verhältnis zu den Schäden der Bürger als gering erweisen. Anstelle langwieriger bürokratischer Abläufe sollte die schnelle und konsequente Aufgreifung und Verurteilung von Tätern im Vordergrund stehen. Die NPD forderte schon vor 40 Jahren: Sicherheit durch Recht und Ordnung!
20:14 Die Erklärung der am Flughafen Essen/Mülheim ansässigen flugaffinen Unternehmen, den Flugbetrieb in Eigenverantwortung zu übernehmen, wird seitens der Mülheimer Jungsozialisten und des Holthausener Stadtverordneten Alexander Stock ausdrücklich begrüßt.
Der jüngst von der Opposition verabschiedete Flug-Ausstieg ohne jedwedes Ausstiegsszenario ist für den SPD-Nachwuchs kontraproduktiv für die Entwicklung der regionalen Wirtschaft und schwächt den Wirtschafts- und Investitionsstandort Mülheim an der Ruhr.
„Der Flughafen mit seiner optimalen Lage mitten in NRW ist sowohl Standort- und Wirtschaftsfaktor.
17:55 Einladung zu unserem Türkeiseminar vom 04. bis 05. September in Wuppertal
Hier unser Programm für euch:
Samstag, 04. September
11.30 Uhr 12.00 Uhr: Begrüßung & Vorstellungsrunde
12.00 Uhr 14.00 Uhr: Die Geschichte der Türkei mit Cem Sentürk (Zentrum für Türkeistudien)
danach Mittagessen
15.00 Uhr 16.30 Uhr: Das politische System der Türkei und Laizismus mit Cem Sentürk (Zentrum für Türkeistudien)
17.00 Uhr 19.00 Uhr: Minderheiten in der Türkei mit Amke Dietert (Amnesty International)
ab 19.00 Uhr: gemeinsames Abendessen, im Anschluss gibt es noch einen Film
Sonntag, 05. September
bis 10.00 Uhr: Frühstück
10.00 Uhr 11.30 Uhr: Die Beziehung von Deutschland und der Türkei mit den Young European Professionals von der bpb
Danach Mocca-Pause
12.00 Uhr 14.00 Uhr: Die Türkei und die EU mit den Young European Professionals von der bpb
Danach Mittagessen
15.00 Uhr 16.30 Uhr: Output des Seminars + Feedbackrunde
gegen 16.30 Uhr: Ende
Anreise
Infos zur Anreise findet ihr auf folgender Website:
http://www.bildungsstaette-bundeshoehe.de/
Anmeldung
Wenn ihr am Seminar teilnehmen wollt, meldet euch bitte bei unserer Bildungsreferentin Anna Dannert an (bildung(at)gruene-jugend-nrw.de). Bitte gebt dabei auch an ob ihr VeganerIn seid. Wir berechnen pro Tag einen Teilnahmebeitrag von fünf Euro, sowie fünf Euro für die Übernachtung (wenn ihr beide Tage bleibt und übernachtet, kostet es also insgesamt 15 Euro).
Fahrtkosten
Die Fahrtkosten im Regionalverkehr übernehmen wir nach Finanzordnung zum BahnCard-50 Tarif. Wenn es möglich ist, nehmt ein Gruppenticket und benutzt den Großkundenrabatt der Grünen.
Wir freuen uns auf euch!
Euer Landesvorstand
Eike, Marie, Nora, Alex, Sophie, Kerstin, Raoul und Enno
14:54 Entgegentreten will Clemens Heinrichs, der Leiter der städtischen Gedenkhalle, aktiv im Antifaschistischen Bündnis Oberhausen, „Rechten Kickern.“ Heinrichs: „Und sei es auch auf einem Bolzplatz, wo die Neonazis unter sich bleiben wollen.“ Schließlich verstehen sich „die braunen Aktivisten“ als Ansprechpartner für jene, die bereit sind, die Mißstände in ihrer Stadt, ihrem Gebiet, ihrem Land zu bekämpfen, anstatt sie lediglich zu erkennen.“ Das darf, nach Clemens Heinrichs, nicht sein. Ein merkwürdiges Demokratieverständnis hat der Mann, gegen linke „Revolutionäre“ hat er nichts einzuwenden. Mit ihnen arbeitet er im „Antifaschistischen Bündnis Oberhausen“ zusammen. Nach einem Rauswurf des NPD-Kreisvorsitzenden Wolfgang Duda, mußte Heinrichs sich vom Verwaltungsgericht über die Rechtswidrigkeit seines Tuns aufklären lassen. Und in der von ihm geleiteten Gedenkhalle findet die Polizei schon mal Diebesgut! Schon merkwürdig, wer so alles seine Hobbys als städtischer Bediensteter ausleben kann.
14:12 Am 27.8. finden im Labor fünf Blitzvorträge statt. Eingeladen sind alle, die sich für Grundzüge des Stromversorgungsnetztes interessieren, oder für Wege im Internet anonym zu bleiben. Ausserdem gibt es eine kleine Einführung in das Design von Vektorgraphiken, fünf Gründe, die Programmiersprache Ruby zu nutzen, sowie einen Vortrag zu ereignisorientiertem Programmieren auf Microcontrollern.
Die Vorträge werden sehr kurz gehalten sein und nur einen knappen Überblick oder eine Einführung in das Thema bieten.
Der Vortrag über massive Verarbeitung geometrischer Daten muss leider ausfallen.
Mehr dazu in unserem Wiki
13:13
12:47
12:44 NPD hat Anspruch auf Gleichbehandlung
Am 10.08.2010 verwarf das Bundesverwaltungsgericht (Az.:6B16.10) die Nichtzulassungsbeschwerde der Stadtsparkasse Oberhausen gegen das Urteil des Oberverwaltungsgericht Münster.
Dieses hatte die Sparkasse am 14.09.2009 verpflichtet der NPD-Oberhausen ein Konto einzuräumen. Damit hatte es das Urteil des Verwaltungsgericht Düsseldorf vom 24. April 2007, bestätigt. Das Bundesverwaltungsgericht hob u.a., darauf ab daß die Stadtsparkasse Oberhausen, als Träger öffentlicher Gewalt, verpflichtet ist die NPD wie andere Parteien zu behandeln. Damit dürfte ein 7jähriger Rechtsstreit beendet sein.
NPD-Kreisvorsitzender Wolfgang Duda -der schon mehrfach positive Entscheidungen erstritten hat- wies daraufhin daß das vom Bundesverwaltungsgericht herangezogene Gleichbehandlungsprinzip erst recht von der Stadt Oberhausen, als einem Organ der vollziehenden Gewalt, angewandt werden müsse. Allein die letzten Wahlkämpfe hätten gezeigt, daß dies seitens der Stadtverwaltung nicht gewährleistet ist. Von der Stadtsparkasse Oberhausen, die erneut zur Tragung der Kosten verurteilt wurde, erwartet Duda, daß diese nun unverzüglich die, ihr zum dritten Male in Folge aufgezeigte, Rechtslage akzeptiert und dem NPD Kreisverband Oberhausen –der seit 10 Jahren ohne Bankkonto arbeiten muß- nun unverzüglich das erstrittene Konto einrichtet.
10:49 Da haben die Herren ja ein ziemliches Eigentor geschossen: Mit ihrem “Energiepolitischen Appell” wollten die Herren Ackermann, Bierhoff, Schily, Grube (alles wahre Sympatheträger – fehlt eigentlich nur Mr. Burns von den Simpsons) … und natürlich die Chefs der Atomkonzerne die Kanzlerin richtig unter Druck setzen und die Öffentlchkeit von Atomstrom überzeugen. Dazu wurden vorne in den Samstagszeitungen teure ganzseitige Anzeigen geschaltet und überhastet eine Homepage ins Netz gestellt. Die Zeitungsanzeige ist von 41 wichtigen Männern/Managern unterzeichnet, auf der Internetseite kann dann der Normalbürger (und sogar Frauen!) den Appell unterzeichnen. Stand 10:30: 172 Unterzeichner.
Das ging ziemlich nach hinten los: Das Medienecho ist vernichtend. Die Berliner Zeitung schreibt z.B. auf der ersten Seite “”Manager mobben Merkel” und wird im wunderbar zu lesenden Leitartikel dann richtig deutlich:
Eine derart unverhohlene Erpressung seitens Leuten, die sich in der Wirtschafts- und Finanzkrise gerade Milliarden von Regierung und Steuerzahlern überweisen ließen, sprengt alles bislang Dagewesene. [...]
Man liest und schaut und staunt: Geht es um die Menschenrechte? Ist Deutschland in Gefahr? Droht eine neue Weltwirtschaftskrise? Nein. Es geht um die Brennelementesteuer. 2,3 Milliarden Euro will die Regierung von den Stromkonzernen dafür, dass sie ihnen mit einer Verlängerung der Laufzeiten für die Kernkraftwerke ein Vielfaches an Gewinnen ermöglicht. 2,3 Milliarden. Das sind für diese Unternehmen mit Verlaub: Peanuts!
D
er größte Teil der Bevölkerung ist für den Atomausstieg. Diese plumpe Kampagne wird daran nichts ändern – viele dürften darauf eher empört reagieren. Merkel kann den unverfrorenen Forderungen der Manager kaum entgegenkommen,w ill sie nicht wieder als Kanzlerin erscheinen, die nur von egoistischen Lobbyinteressen gesteuert wird – siehe Hotel-Steuer.
Die Mehrheit der Menschen will keinen Atomstrom mehr. Über den Atomausstieg wird sicherlich nicht durch Millionen-Euro-teure, von den Atomkonzernen finanzierte Anzeigenkampagnen entschieden: 41 Manager unterschreiben einen Anzeige – am 18. September werden wieder Zehntausende in Berlin gegen Atomkraft demonstrieren. Die Atomindustrie hat schon länger den Atomkonsens aufgekündigt. Wenn die Bundesregierung den Atomkonsens aufkündigt, wird sie einen heißen Herbst erleben.
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Pakistan ist überflutet! Inzwischen gibt es mehr als 14 Millionen Menschen, die auf der Flucht vor dem Wassermaßen sind. Es ist die größte Überschwemmung, die Pakistan je erlebt hat. Es sind bisher mehr als 1.500 Menschen gestorben, ganze Dörfer sind überflutet und von der Außenwelt abgeschnitten, Straßen wurden zerstört, tote Tiere treiben im Wasser und es besteht die Gefahr, dass Seuchen ausbrechen.
Das menschliche Ausmaß der pakistanischen Katastrophe ist größer als das des Tsunamis 2004, des pakistanischen Erdbebens 2005 und des haitianischen Erdbebens Anfang des Jahres zusammen, teilten die Vereinten Nationen mit.
Die Flutopfer brauchen deine Hilfe!
Die Welthungerhilfe bittet um Spenden für die Opfer der Flut in Pakistan. "Die Menschen vor Ort können nichts dafür, dass sie in einem schwierigen politischen Umfeld leben", betont der Vizepräsident der Welthungerhilfe, Klaus Töpfer.
Bitte hilf auch du, die Katastrophe nach der Katastrophe zu verhindern – mit deiner Spende! Zum Beispiel über das "Bündnis Entwicklung Hilft": ein Zusammenschluss der fünf deutschen Hilfswerke Brot für die Welt, medico international, Misereor, terre des hommes und Welthungerhilfe.
Die Mitglieder des Bündnisses agieren weiterhin selbstständig. Gemeinsam gesammelte Spenden werden zu gleichen Teilen unter den Bündnisorganisationen aufgeteilt. Alle Organisationen besitzen das DZI-Spendensiegel.
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Die Beschlüsse des Juso-Bundeskongress 2010 vom 18. -20. Juni in Essen können jetzt hier heruntergeladen werden.
U.a. mit Beschlüssen zum Arbeitsmarkt, Afghanistan, Netzpolitik, Prostitution, dem update des Arbeitsprogramms und dem Steuerkonzept.
15:01
130 Jusos haben vom 12. bis zum 15. August dem schlechten Wetter getrotzt und ein spannendes Wochenende am Werbellinsee verbracht.
Fotos vom Wochenende gibt es hier und können gerne ergänzt werden. Wir möchten euch bitten, die untenstehende Evaluation auszufüllen, damit wir unsere Arbeit stets verbessern können.
Der Teilnehmer Nico Schmolke aus Berlin hat dazu einen Blogbeitrag über das Sommercamp geschrieben, den ihr hier lesen könnt.
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14:10
Toll, was diese Milliarde in den USA alles so machen. Sie bereichern sich jahrelang (ja nur aus eigener Arbeit und nie auf Kosten anderer) und sind dann auch noch so großzügig und selbstlos, bis zu ihrem Tod xy Prozent ihres Vermögens (da hat jeder andere Grenzen der Großzügigkeit) zu spenden (und das dann auch noch abzusetzen, aber das hatten sie ja gar nicht im Blick…)
Und was in den USA schon toll ist (obwohl sogar da die Presseberichterstattung fast ungewöhnlich kritisch war) muss natürlich dann auch direkt hierzulande eingefordert werden.
Spendet ihr Reichen und Superreichen. gebt euer Geld für von euch deklarierte gut gemeinte Zwecke aus. Spendet, spendet, spendet.
Und nichts wird gut.
Ich will ja jetzt gar nicht sagen, dass ich es nicht gut finde, wenn jemand spendet. Doch ich finde das ehrlich ganz toll. Wirklich.
Das Problem liegt nur schon viel tiefer und deswegen kann ich Debatte um spendet, spendet, spendet nicht mehr hören, schalte ich eine mit vermeintlichen ExpertInnen und Betroffenen (haha) besetzte Runde von Anne Will moderiert wutentbrannt aus, konnte ich in der letzten Woche fast kein Radio hören und ärgerte mich permanent über PolitikerInnen, die mit auf den Spendendampfer sprangen (nein, das kann man nicht mit Sommertheater entschuldigen).
Zwei Punkte:
Wer dann noch spenden möchte, kann es ja immer noch tun.
14:09 Die Aufregung ist groß: Bild berichtet, Steinmeier und Gabriel hätten sich verständigt, den Einstieg in die Rente mit 67 um ganze drei Jahre von 2012 auf 2015 zu verschieben – und am Zieldatum 2029, bis zu dem das gesetzliche Renteneintrittsalter auf 67 Jahre angehoben sein soll, festzuhalten.
Von der Parteilinken gab es postwendend Protest und der Parteisprecher sah sich gezwungen, zu dementieren. Am Wochenende wird man wissen, was an der Bild-Meldung dran war, wenn sich das SPD-Präsidium mit der Frage beschäftigten wird. Vermutlich war die Bild-Meldung ein Testballon irgendeines “Spin Doctors” im Umfeld des Parteivorsitzenden. Über die Position der SPD zur Rente mit 67 wird aber erst auf dem Bundesparteitag Ende September entschieden, das sollte man nicht vergessen.
Mit der Verschiebung des Einstiegs in die Rente mit 67 wäre für die SPD schon aus taktischen Gesichtspunkten kaum etwas gewonnen: Die Regierung Merkel wird voraussichtlich an der Rente mit 67 festhalten, 2012 in die Erhöhung des gesetzlichen Renteneintrittsalters einsteigen und die Revisionsklausel im Gesetz ignorieren. Im Bundestagswahlkampf 2013 wird die Rente mit 67 also bereits seit zwei Jahren in Umsetzung sein – die SPD-Position, den Einstieg auf 2015 zu verschieben wäre schon wieder überholt. Die Verschiebung wäre ein kurzsichtiger Kompromiss, der alleine das Ziel hätte, für Steinmeier gesichtswahrend zu sein.
Die Rente mit 67 muss weg!
Man sollte in der aktuellen Situation nicht vergessen: Die Rentenpolitik von Müntefering war eine der Hauptursachen, warum die SPD bei der letzten Bundestagswahl nur 23 Prozent erzielte. Sie sorgte dafür, dass sich die SPD-Führung noch stärker von Gewerkschaften und der eigenen Parteibasis entfernte. Wenn die SPD sich ernsthaft erneuern und Konsequenzen aus dem Wahlergebnis ziehen will, dann muss die Rente mit 67 weg. Alles andere ist kaum vertretbar. Faule Kompromisse führen jedenfalls nicht zu mehr politischer Glaubwürdigkeit.
Wenn der Parteivorstand das nicht einsehen sollte, muss der Leitantrag zur Rente auf dem Parteitag entsprechend geändert werden – oder ein Mitgliederentscheid zur Rentenpolitik herbeigeführt werden.
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